Europa "Stabilität braucht Disziplin"

"Die Europäische Union schaut einer guten Zukunft entgegen" "Die Europäische Union schaut einer guten Zukunft entgegen" Hans-Gert Pöttering, Vorsitzender der Konrad-Adenauer-Stiftung und früherer Präsident des Europäischen Parlamentes hat in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt an die Unterzeichnung des Vertrages von Maastricht heute vor 20 Jahren erinnert. Pöttering betonte zugleich die Bedeutung des Fiskalpaktes: "Der Fiskalpakt ist ein wichtiges Etappenziel, um die Euro-Zone langfristig zu stabilisieren."

Der Fiskalpakt ist ein neuer Versuch, die Euro-Zone zu festigen. Er darf nicht an mangelndem Willen scheitern. Heute vor 20 Jahren wurde der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, und die Grundsätze des Vertragswerks könnten, wenige Tage nach der Einigung auf den sogenannten Fiskalpakt, kaum aktueller sein.

 

Durch den jüngst beschlossenen Fiskalpakt wurde das Prinzip soliden Haushaltens nochmals unterstrichen. Insofern verstehe ich die europäischen Übereinkünfte als eine "vertragsmäßige Bekräftigung", die in der Tradition des Maastricht-Vertrags stehen. Der Fiskalpakt ist ein wichtiges Etappenziel, um die Euro-Zone langfristig zu stabilisieren.

Man darf nicht erwarten, dass die Beschlüsse die Lage etwa in Griechenland oder Portugal kurzfristig verbessern. Die Durchsetzung umfassender Strukturreformen, der Kampf gegen Steuerhinterziehung und der Abbau bürokratischer Hürden bleiben die Hauptaufgaben, um das Wirtschaftswachstum dort zu stimulieren. Das kostet in erster Linie Kraft - nicht Geld. Meine feste Überzeugung ist, dass dieser politische Kraftaufwand durch eine neue wirtschaftliche Dynamik belohnt werden wird. Regierungschefs und Vertreter der Europäischen Union haben deutlich gemacht, dass sie diesen Prozess mit allen Mitteln begleiten werden.

Der zwischenstaatliche Vertrag ist ein Instrument, das mittelfristig hilfreich ist, weil dadurch das Übel der übermäßigen Staatsverschuldung angegangen wird. Die beteiligten Länder verpflichten sich verbindlich zum Schuldenabbau und zur Verankerung einer Schuldenbremse auf nationaler Ebene. Darüber hinaus wird das Defizitverfahren gestrafft. Trotz dieser institutionellen Verbesserungen bleibt festzuhalten, dass es sich um eine politische Übereinkunft handelt. Letztlich hängt es vom politischen Willen aller beteiligten Länder ab, sich diesen Regeln im langfristigen Eigeninteresse zu unterwerfen.

Damit dies gelingt, ist ein "neues Spielverständnis" nötig, wie man im Fußball sagen würde. Mit Blick auf die Euro-Zone heißt das, bestimmte Regeln sehr viel ernster zu nehmen. Kurzfristig wird man immer "gute Gründe" finden. Regeln und Sanktionen umgehen zu wollen. Die Mitgliedstaaten müssen künftig diesen Versuchungen widerstehen und sich die ökonomischen wie politischen Folgen vor Augen führen, die mit einer Missachtung verbunden wären. Gerade die "ökonomischen Schwergewichte" in Europa (Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien) tragen eine große Verantwortung bei der Einhaltung gemeinschaftlicher Absprachen - letztlich auch als Vorbilder für alle anderen Mitgliedstaaten.

Gelingt es diesen Ländern künftig nicht, solide Staatshaushalte und die kontinuierliche Erneuerung ihrer Strukturen als Ziele im Auge zu behalten, bleiben alle politischen Willensbekundungen wohl wirkungslos. Es darf nie wieder passieren, dass die größten Länder der Euro-Zone ein Regelwerk außer Kraft setzen, wenn der Wind nicht günstig steht. Der damit verbundene Glaubwürdigkeitsverlust wird gerade mühsam geheilt.

In diesem Sinne ist der Fiskalpakt ein wichtiger Schritt zurück auf einen Weg, den die Architekten des Vertrags von Maastricht vorgespurt hatten. Wenn wir die Erkenntnisse der Vergangenheit wachhalten, schaut die Europäische Union einer guten Zukunft entgegen.

Der Beitrag erschien im Handelsblatt, 07.02.2012.

Aktuelle Pressemeldung der CDU Pulheim

Die Bildungslandschaft Pulheim entwickelt sich weiter

Nach dem Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit (BKSF) und dem Haupt- und Finanzausschuss stimmte nun auch der Rat der Stadt Pulheim für das Konzept "Schullandschaft Pulheim - sozial genial - fit für Europa", das der Bildungsforscher Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Uni Siegen gemeinsam mit dem Bildungsbeirat für Pulheim erarbeitet hat.

Hierbei geht es vorrangig um die Einrichtung einer Sekundarschule für die Klassen 5-10 in Brauweiler, die für einen Übergang in die gymnasiale Oberstufe eng mit dem Abteigymnasium zusammen arbeiten würde.

Am Pulheimer Schulstandort Escher Straße ist die Errichtung einer reformpädagogisch geprägten Modellschule geplant, die ein gemeinsames Lernen von Klasse 1 bis 12/13 ermöglichen soll.

Eltern und andere Interessierte haben die Möglichkeit, sich an folgenden Terminen zu informieren:

Dienstag, 17.4.12, 20:00 Uhr: Gemeinschaftsgrundschule Sinnersdorf, Kölner Straße 93

Mittwoch, 18.4.12, 20:00 Uhr: Gemeinschaftsgrundschule Sinthern/Geyen, Am Fronhof 10

Montag, 23.4.12, 20:00 Uhr: Geschwister-Scholl-Gymnsium Pulheim, Hackenbroicher Straße 66b

Mittwoch, 24.4.12, 20:00 Uhr: Abteigymnasium Brauweiler, Kastanienallee 2

Donnerstag, 26.4.12, 20:00 Uhr: Christinahalle an der Christinaschule Stommeln, Christinastr. 3

Zusätzlich findet am Mittwoch, 2.5.12 um 19:30 Uhr eine zentrale Großveranstaltung im Dr. Hans-Köster-Saal statt.

Nehmen Sie sich die Zeit, die eine oder andere Veranstaltung zu besuchen, um sich konkret zu informieren. Geben Sie diese Daten auch gerne an interessierte Eltern oder Großeltern weiter.

Ganz neu ist die Homepage zum Thema: www.bildungslandschaft-pulheim.de

Und lesen Sie bitte weiter:

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